Kreis Dubăsari

 Basisdaten:
  • Staat: Republik Moldau
  • Hauptstadt: Cocieri
  • Fläche: 309 km²
  • Einwohner: 34.015 (2004)
  • Gründung: 2003
  • Politik: Präsident Grigore Vladimir Policinschi
  • Partei: PCRM
  • mehr Infos: www.dubasari.md (rumänisch)

Rajon Dubăsari

Der Rajon Dubăsari ist ein Rayon in der Republik Moldau. Die Rajonshauptstadt ist Cocieri. Teile des Rajons liegen in de facto von Transnistrien kontrolliertem Gebiet.
Der Rayon liegt im Osten des Landes.
Das Gebiet des heutigen Rajons war bis 2003 Teil des Județ Chisinau.
Bei der Verwaltungsneugliederung 2003 wurde der Rajon Dubăsari in der heutigen Form festgelegt.
1959 lebten im Gebiet des heutigen Rajons 31.281 Einwohner.  Bis 2004 stieg die Bevölkerungszahl des Rayons entgegen der allgemeinen Bevölkerungsentwicklung der Republik Moldau, sodass sie in jenem Jahr 34.015 betrug.

Stadt Dubăsari

Die Stadt Dubăsari ist eine der ältesten Siedlungen in der Republik Moldau.
Gegenstände aus der Steinzeit und Grabhügel, vermutlich skythischenUrsprungs, wurden im Umkreis gefunden. Erste Erwähnung fand die moderne Siedlung Dubăsari zu Beginn des 16. Jahrhunderts als Siedlung moldauischer Bauern. Sie wurde 1792 Teil des Russischen Reiches und bekam 1795 das Stadtrecht zugesprochen.

Geschichtlicher Abriss

Von 1924 bis 1940 war Dubăsari Teil der Moldauischen Autonomen Sozialistischen Sowjetrepublik.
Während des 2. Weltkriegs gegen die Sowjetunion, den Rumänien an der Seite NS-Deutschlands bestritt, wurde Dubăsari von Rumänien besetzt und Teil des Besatzungsgebiets Transnistrien. In diesem Gebiet kamen durch deutsche und rumänische Verbände etwa 185.000 Juden und Roma ums Leben.
Im Sommer 1944 wurde die Stadt wieder von sowjetischen Truppen eingenommen.
In der sowjetischen Epoche entwickelte sich Dubăsari zu einem der wichtigsten Wirtschaftsstandorte im nordöstlichen Moldawien.
Ab 1989 arbeitete Moldawien immer stärker auf eine Loslösung von der Sowjetunion hin. Der moldauisch-rumänische Nationalismus gewann massiv an Bedeutung, was schließlich in der Abschaffung des Russischen als Zweiter Amtssprache des Landes gipfelte. Im Osten Moldawiens, dem heutigen Transnistrien, sprach die Mehrheit der Bevölkerung Russisch und tendierte zu einem Verbleib bei der Sowjetunion. Dort wurden die Forderungen nach einer Loslösung von Moldawien oder zumindest umfassender Autonomie immer lauter. Im Frühjahr 1992 begann ein offener Krieg zwischen Moldawien und Transnistrien, das mittlerweile auf vollständige Unabhängigkeit als eigener Staat hinarbeitete.
Dubăsari und seine Vororte waren aufgrund der zentralen Lage und der der wirtschaftlichen Relevanz einer der Hauptgefechtsorte dieses Konflikts.